Prof. Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) und Professor für Physikalische Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wird 2026 mit dem Ellis R. Lippincott Award geehrt. Die renommierte internationale Auszeichnung wird von Optica, der Coblentz Society und der Society for Applied Spectroscopy verliehen. Sie würdigt Popps herausragende Beiträge zur translationalen klinischen Raman-Spektroskopie, insbesondere zur Überführung photonikbasierter Methoden in die klinische Diagnostik und Therapie.
Unter seiner Leitung hat das Leibniz-IPHT laserbasierte Spektroskopie- und Bildgebungstechnologien zu Schlüsselwerkzeugen in der Infektionsforschung, Onkologie und Präzisionsmedizin weiterentwickelt. Popps Arbeit hat entscheidend zur Etablierung der Raman-Spektroskopie als Methode für die etikettenfreie Echtzeitdiagnostik beigetragen. Die Preisverleihung findet im Oktober 2026 auf der SciX-Konferenz in Sparks, Nevada (USA), statt.
Bereits im Januar 2026 erhielt Popp von der internationalen Gesellschaft SPIE den Biophotonics Technology Innovator Award. Diese zweite hochrangige Auszeichnung in kurzer Folge würdigt seine Impulse bei der Entwicklung und klinischen Anwendung photonischer Diagnosetechnologien – von der intraoperativen Tumorerkennung bis zur schnellen Infektionsdiagnostik.
Seit 2006 prägt Popp als wissenschaftlicher Direktor das Leibniz-IPHT und hat von Jena aus ein stark vernetztes internationales Forschungsumfeld aufgebaut. Dazu gehören Kooperationen mit dem Universitätsklinikum Jena, internationalen Partnern wie der University at Albany (SUNY) im Transatlantic Center for Biophotonic Technology and Artificial Intelligence (CeBAI) sowie der University of California, Davis in der Jena-Davis Alliance of Excellence in Biophotonics. Popp engagiert sich außerdem für Nachwuchsförderung und Diversität in der Photonik, unter anderem mit Initiativen wie dem Workshop „Frauen in der Photonik“
