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Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen

Jede Generation organisiert die Prozesse der Wertschöpfung neu und verändert die vorherrschenden Strukturen in dem Bestreben, den individuellen und gesellschaftlichen Wohlstand zu optimieren. Im Zeitalter von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Plattformökonomie werden Anforderungen wie CO2-Neutralität, der Erhalt einer hohen Umweltqualität, sozial gerechte Lebensverhältnisse, gute Arbeit, freier Zugang zu Infrastrukturen und Daten, technolo­gische Souveränität, Versorgungssicherheit und nicht zuletzt Konsumwünsche an die Wertschöpfung gerichtet.

 

Antragstellung:

Zweistufiges Verfahren; Abgabe 01.03.2021

Hochschulen und Forschungseinrichtungen

 

Projektträger:

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Karlsruher Institut für Technologie
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

 

Zentrale Ansprechpersonen, insbesondere für Interessenten, die eine Projektskizze einreichen wollen, sind:

 

Herr Dr. Uwe Krause
Telefon +49 (0) 7 21/608-31430
E-Mail:
uwe.krause@kit.edu

und

Herr Alexander Mager
Telefon +49 (0) 7 21/608-31497
E-Mail:
alexander.mager@kit.edu

 

Zweck der Bekanntmachung ist es, auf der Grundlage des Förderprogramms „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ ein Forschungsprojekt zu fördern, das eine methodisch fundierte Vorausschau auf zukünftige Entwicklungen und Veränderungen von Wertschöpfungssystemen erarbeitet. Das Forschungsprojekt soll helfen, systematisch und mit einer wissenschaftlich abgesicherten Herangehensweise nach Maßnahmen, Trends und Themen zu suchen, die Entwicklungen bei Technologien, Verfahren und Konzepten der Wertschöpfung beeinflussen.

Folgende allgemeine Methodik für die systematische Vorausschau auf zukünftige Entwicklungen in ausgewählten Forschungsbereichen erscheint besonders zielführend:

  • Entwicklung von Methoden zur Identifikation und Bewertung von frühen Signalen sowie die Analyse von Mega- und Mikrotrends im Forschungsbereich, welche z. B. zu Entwicklungslinien gebündelt werden können.
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Untersuchung und Bewertung der Auswirkungen von Wirkmechanismen und Abhängigkeiten einzelner Einflussfaktoren im Bereich der Wertschöpfung, auch unter Berücksichtigung neuer ­Quellen (z. B. social media).
  • Aufbau eines Trend Monitorings zu sich entwickelnden Forschungsthemen im Spannungsfeld von Gesellschaft, Wirtschaft, Technologie und Ökologie, unter besonderer Berücksichtigung einer Indikatorik zur Bewertung von zukünftigen Themenfeldern hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenziale.
  • Elemente des wissenschaftlichen Diskurses wie offene Dialogprozesse, wissenschaftliche Workshops und neue Methoden transdisziplinärer Kreativitäts- und Entwicklungstechniken.

Das Projekt identifiziert Entwicklungen, die

 

  • ganze Wertschöpfungssysteme grundlegend verändern,
  • die Rolle des Menschen (als Beschäftigter, als Kunde etc.) in der Wertschöpfung neu definieren,
  • auf disruptiven und evolutionären, sozio-technologischen Veränderungen basieren,
  • die Ressourceneffizienz signifikant steigern oder neue Möglichkeiten für den Ressourceneinsatz bieten,
  • Unternehmen zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Nutzungsversprechen antreiben,
  • Veränderungen hinsichtlich der Vernetzung und Kollaboration von Unternehmen, Organisationen, Menschen und Maschinen erfordern. 

 

 

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