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"Selbst und ständig"-zum Erfolg von Solvimus

Thomas Brand, der kaufmännische Geschäftsführer der Solvimus GmbH, hat verraten, dass der Erfolg von Solvimus auf der konsequenten Verfolgung ihrer Ziele beruht. Als Ingenieure, die noch während ihres Studiums an der TU Ilmenau die Gründung ihres Universität forcierten, war die Betriebswirtschaft eine hohe Hürde.

Wie entstand der Gedanke schon während des Studiums zu gründen?

Das kam eigentlich recht spontan bei einer Runde Skat. Ich kehrte gerade von einem Auslandssemester in den Staaten zurück. Meinen Nebenjob hatte ich aufgegeben und stand nun nach meiner Rückkehr vor der Frage, ob ich ihn wieder aufnehme oder nicht lieber anfange, mein Studienwissen in die Praxis umzusetzen. In den USA lernte ich, dass Scheitern nicht so problematisch ist, wie wir es in Deutschland auch heute noch sehen. Diese Erkenntnis und der Drang etwas voranzubringen, waren meine Motivation, die beiden anderen heutigen Geschäftsführer zu fragen, ob wir nicht zusammen gründen wollen. Im Studium noch als GbR tätig, firmierten wir danach zur GmbH um und aus einem zeitintensiven Nebenjob wurde eine erfolgreiche Vollzeitunternehmung.

 

Welche Hürden gab es?

Die größten Hürden waren die im eigenen Kopf, die mussten erstmal abgebaut werden. Kurse an der Uni zum Thema Unternehmensgründung halfen dabei, die wichtigsten Dinge auf dem Schirm zu haben. Dennoch mussten wir uns so einiges aneignen. Vor allem betriebswirtschaftliche Fragen waren für uns als Ingenieure neu.
Dank zahlreicher Workshops war aber auch dies kein wirklich großes Problem. Ohne finanzielles Polster, das wir als Studierende nicht hatten, musste jeder Cent zum Investieren erst verdient werden. Dadurch waren unsere Lerneffekte um ein Vielfaches höher, u. a. auch weil Fördermittel für unseren Bereich ganz zu Anfang eher an uns vorbeiflossen. Heute sehe ich das aber als einen unserer größten Vorteile und bin auch ein wenig stolz, dass wir es so geschafft haben.

 

Die ersten Angestellten – was für ein Gefühl war das?

Plötzlich ging es nicht mehr nur um uns Drei, sondern um mehr. Vor allem hatten wir nun nicht nur Verantwortung für die Person allein, sondern auch für ihre Familie. Mit einem Mal war das Verantwortungsgefühl ein ganz anderes. Andererseits war es plötzlich ganz aufregend und es stellten sich zudem ganz neue Fragen, z. B. wie stellt man einen Urlaubsantrag?

 

Die Gründung aus heutiger Sicht – nochmal genauso oder vielleicht gar nicht?

Ich würde es exakt genauso wieder tun – eventuell die ein oder andere Erfahrung einfließen lassen – aber wir haben durch unsere Unerfahrenheit auch neue Wege beschritten, die wir sonst wahrscheinlich nicht gegangen wären.

 

Was treibt das Team von solvimus an?

Aus meiner persönlichen Sicht die extrem hohe Überzeugung, dass wir nicht nur sehr gute Produkte anbieten, sondern einfach das Gesamtpaket passt. Wir wollen die bestmöglichen Lösungen für unsere Kunden finden und umsetzen. Dabei bauen wir sowohl auf Offenheit und Konstruktivität sowie auf Menschlichkeit und Verständnis.

 

Ganz persönlich – was macht solvimus zu etwas Besonderem?

Das Gefühl, etwas geschaffen zu haben!

 

Was braucht ein Gründer aus Ihrer Sicht für eine erfolgreiche Unternehmensgründung?

Er muss ein Unternehmertyp sein und verstehen was es heißt, etwas zu unternehmen. „Selbst und ständig“ ist keine einfache Phrase. Der Wille, Dinge zu bewegen, zählt. Es hilft ein Ziel zu verfolgen – so einfach es auch sein mag. Nicht immer einfach, aber sehr zu empfehlen ist es, sich mit guten Beratern zu umgeben und deren Ratschläge auch zu durchdenken, selbst wenn man sie zunächst ablehnt.

Und ganz persönlich finde ich, sollte man im Idealfall nicht allein gründen. Eine zweite oder dritte Meinung bewahrt einen manchmal vor Fehlern. Außerdem geben gute Gründungspartner den nötigen Rückhalt und Aufgaben können auf viele Schultern verteilt werden.

 

Was würden Sie jungen Gründern oder Studierenden, die gründen wollen, mitgeben?

Ganz klar – den Mut, es einfach zu tun!



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