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Leibniz-IPHT-Forscher entwickeln optischen Baukasten für Forschung und Lehre

Ein Mikroskop für alle: Junges Forschungsteam vom Leibniz-IPHT entwickelt Optik-Baukasten für Forschung und Ausbildung
Das quelloffene System UC2 kommt aus dem 3D-Drucker und liefert so hochauflösende Bilder wie kommerzielle Mikroskope, die hundertmal so viel kosten.


Moderne Mikroskope, die biologische Prozesse sichtbar machen, kosten viel Geld, stehen in spezialisierten Laboren und erfordern hoch qualifiziertes Personal. Damit neue, kreative Ansätze für drängende wissenschaftliche Fragestellungen zu finden — zum Beispiel im Kampf gegen Infektionskrankheiten wie Covid-19 —, ist vor allem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an gut ausgestatteten Forschungseinrichtungen in reichen Ländern vorbehalten.

 

Ein junges Forschungsteam vom Leibniz-IPHT, der Friedrich-Schiller-Universität und dem Universitätsklinikum Jena will das ändern: Die Forschenden haben einen optischen Baukasten entwickelt, mit dem sich für wenige Hundert Euro Mikroskope bauen lassen, die so hochauflösende Bilder liefern wie kommerzielle Mikroskope — aber nur ein Hundertstel oder Tausendstel soviel kosten. Mit den offenen Bauplänen, Komponenten aus dem 3D-Drucker und Smartphone-Kamera lässt sich das Baukasten-System UC2 (You. See. Too.) so kombinieren, wie die Forschungsfrage es erfordert — von der Langzeitbeobachtung lebender Organismen im Inkubator bis zum Einsatz in der Optik-Ausbildung.

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