· 

STIFT unterstützt Umfrage zu MINT-Regionen

Die Netzwerkarbeit der MINT-Regionen ist durch die Corona-Pandemie vor große Herausforderungen gestellt worden. Viele mittelgroße Netzwerke, sowie Klein- und Kleinstinitiativen, häufig mit unsteter Finanzierungslage, haben teilweise über Jahre wertvolle Strukturen im MINT-Bereich aufgebaut. Diese drohen nun ins Wanken zu geraten, da Angebote nicht besucht werden können, Träger keine Räumlichkeit zur Verfügung stellen können, sowie Finanzierungen und Unterstützungen von Partner in Zeiten der Krise womöglich abgezogen werden.


Um eine Einschätzung der aktuellen Situation zu erhalten, hat die Körber-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem MINT-Länderbeirat, zu dem auch die STIFT gehört, eine gemeinsame Umfrage gestartet. Mehr als 90 MINT-Netzwerke haben sich daran beteiligt und einen Einblick in ihre aktuelle Lage gegeben. 130 MINT-Regionen wurden befragt, 93 haben teilgenommen. Die Umfrage wurde vom 23. April bis 5. Mai 2020 durchgeführt. Von den Teilnehmenden gehören 63 (68%) einem der Landesnetzwerke in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein- Westfalen, Rheinland-Pfalz oder Thüringen an.


Die Umfrage zeigt, dass die Netzwerke bisher mehrheitlich flexibel auf die Umstände und Einschränkungen reagieren konnten, indem sie beispielsweise die Netzwerkarbeit in den virtuellen Raum verlegen, sowie neue kreative Angebote entwickeln. Beim Blick in die nähere Zukunft zeigen die Erwartungshaltungen der MINT-Netzwerke ein eher heterogenes Bild. Insbesondere der Rückgang finanzieller sowie operativer Unterstützung durch Unternehmen sehen viele Netzwerke als mittelfristiges Problem an.


Bei der Umfrage handelt es sich um eine Momentaufnahme. Die Auswirkungen der Corona-Krise werden die MINT-Netzwerke voraussichtlich erst zeitverzögert erreichen. Eine zweite Umfrage ist daher für den Herbst geplant und wird ebenfalls von der STIFT unterstützt.

Mehr Informationen »