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Spannende und vielfältige Projekte

In der Jugend Unternehmens Werkstatt der ELMUG eG werden derzeit acht Seminarfacharbeiten betreut. Die dabei untersuchten Themenbereiche greifen verschiedenste aktuelle gesellschaftliche Probleme auf. Sie ermöglichen es den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern sich frühzeitig mit zukunftsfähigen und technischen Themenfeldern auseinanderzusetzen. Zusätzlich haben sie die Möglichkeit, während der Projektarbeiten mit Experten aus regional bekannten Unternehmen zusammenzuarbeiten. Im Folgenden wird nun ein genauerer Einblick in die einzelnen Themen gegeben.


Erhaltung der Umwelt
Eine Gruppe der Jugend Unternehmens Werkstatt setzt sich mit der Frage auseinander, ob Mehlwürmer eine Zukunftslösung für die weltweite Plastikverschmutzung sein können. Dabei soll aufbauend auf einer theoretischen Basis Experimente mit verschiedenen Gruppen von Mehlwürmern durchgeführt werden, um die Verdaulichkeit von Polyethylen zu testen.


Dass Pflanzen auch ohne Blumenerde wachsen können, ist der Inhalt einer weiteren Seminararbeit. Dabei werden sogenannte Hydrokulturen auf ihre Chancen und Risiken untersucht, um so weitere Einsatzmöglichkeiten dieser Bepflanzungsweise in sonst nur schwer begrünbaren Regionen zu erschließen. In einem Selbstversuch wird die Gruppe eine Hydrokultur aufsetzen und eigene Erfahrungen damit sammeln.

 

Vor etwa zwei Monaten ist ein weiteres Projekt gestartet, das den Plastikkonsum der Bevölkerung untersucht. Geplant ist, mit einem Selbsttest zu ermitteln, wie hoch die Schwierigkeiten auf Plastik zu verzichten, sind. Dazu möchte das Team ein Mülltagebuch führen, das ihren aktuellen Plastikkonsum erfasst, bevor der Zero-Waste-Ansatz ausprobiert und auf die Alltagstauglichkeit untersucht werden soll.


Entwicklung neuer Technologien und Verfahren
Auch das Feld des autonomen Fahrens wird durch eine Gruppe bearbeitet. Es soll untersucht werden, inwiefern Sensorik wie beispielsweise Abstandsregeltempomat, Bremsfunktion oder Spurhalteassistent, zur Sicherheit beim autonomen Fahren beiträgt. Risiken der Technologie werden dabei nicht außer Acht gelassen. Mit den gesammelten Erkenntnissen soll dann zum Abschluss ein kleiner Modell-Prototyp des Automobils mit relevanten Sensoren hergestellt und in der Praxis getestet werden.


Ob Glas bald auch mithilfe eines 3D-Druckers hergestellt werden kann, versucht eine weitere Gruppe in ihrer Seminararbeit herauszufinden. Ziel ist es, nach dem Sol-Gel-Verfahren in verschiedenen Experimenten einen Gelkörper mit einem speziellen 3D-Druckverfahren zu erzeugen, der sich in einen Quarzglaskörper umwandeln lässt. Dies würde dazu beitragen, die zukünftige Produktion von Quarzglaskörpern mithilfe des neuen Verfahrens wesentlich effizienter zu gestalten.

 

Vier Schülerinnen und Schüler eines anderen Teams stellen sich die Frage, wie man der Bevölkerung auch in sozial schwächeren Ländern den Zugang zu Beinprothesen ermöglichen kann. Innerhalb des Projekts soll sich zunächst ein Überblick verschafft werden, wie das Laufen mechanisch und physisch funktioniert, bevor bisherige Materialien der Prothetik genauer untersucht werden. Schließlich soll im Praxisteil der Arbeit ein technischer Designplan für eine Prothese im konkreten Anwendungsfall erstellt werden.


Thema eines weiteren Teams sind die Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Gassensorik. In einer wissenschaftlichen Darstellung möchten die Mitglieder der Gruppe vorstellen, wie Messwerte mithilfe von hoch-sensitiven und selektiven Sensoren ermittelt werden können, um anschließend selbst einen Prototyp eines Gassensors zu bauen.


Mit der Veränderung unserer Kommunikation durch die steigende Nutzung von Social Media beschäftigen sich drei Schülerinnen und Schüler. Mithilfe von psychologischer und kommunikationswissenschaftlicher Fachliteratur möchten sie sich ein Hintergrundwissen aneignen, das sie dann praktisch bei der Erstellung einer Social-Media-Kampagne für ein Unternehmen einsetzen können.


Breite Vielfalt an Forschungsbereichen

Alles in allem lässt sich bei den gewählten Themen eine breite Vielfalt an Forschungsbereichen feststellen, in denen die Schülerinnen und Schüler sich selbst aktiv ausprobieren und ihre Ideen durch die Unterstützung der Betreuer realisieren können. Während einige Gruppen sich bereits in der Abschlussphase ihrer Seminarfacharbeiten befinden, sind andere Projekte gerade erst gestartet und haben so noch einen langen Weg vor sich. Durch regelmäßige Treffen in den Räumen der Jugend Unternehmens Werkstatt werden den Schülerinnen und Schülern auch Aspekte des Projektmanagements vermittelt, sodass das Projekt rundum ein voller Erfolg wird.