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Partnerschaftsphilosophie bei bm-t

Der Geschäftsführer der bm-t Kevin Reeder hat einen Gastkommentar im VC Magazin über die Partnerschaftsphilosophie des Unternehmens als Investor verfasst.

 

Auszüge aus dem Kommentar:

 

Die Beziehung zwischen Investor und Gründer


Eine wichtige Entscheidung, die wir vor zwei Jahren getroffen haben, bestand darin, die Firmen, in die wir investieren, nicht mehr „Beteiligungsunternehmen“, sondern „Investee- Partner“ zu nennen. Diese sprachliche Änderung symbolisiert die Philosophie, dass wir glauben, den gemeinsamen Erfolg besser zu erreichen, wenn wir unsere Beziehung mit Gründern und Unternehmern unbedingt und explizit als Partnerschaft verstehen. Partner verstehen Beziehungen primär auf Augenhöhe; Besitzer haben den Hang, herabzuschauen.


Loslassen können

Für uns bedeutet die Philosophie von Partnerschaft natürlich eine engagierte und nahe Zusammenarbeit mit unseren Investee-Partnern. Als Investmentfirma mit exklusivem Fokus auf ein Bundesland (Thüringen) haben wir automatisch auch eine räumliche und kulturelle Nähe zu allen unseren Investee- Partnern. Demgemäß fördern wir enge Beziehungen unserer Investee-Partner nicht nur mit uns, sondern auch mit den zahlreichen katalysierenden Organisationen und Institutionen in der Region. Die Vorteile der Nähe zwischen Investor und Investee-Partner sind aber nur dann richtig und hilfreich, wenn alle Beteiligten auch bereit sind, zu erkennen, wann die richtige Zeit zum Loslassen gekommen ist. 


Entwicklung hin zum Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis

Weil bei Investments/Unternehmungen selten alles nach Plan läuft, ist es auch entscheidend für die Beziehung, wie Gründer und Investoren gemeinsam mit Umwegen und Misserfolgen umgehen. Wir sind fest davon überzeugt, dass eine Beziehung auf Augenhöhe gerade dann extrem wertvoll ist, wenn etwas schiefgeht – denn sonst birgt eine solche Situation sehr große Gefahren. Am Anfang der Zusammenarbeit glauben die meisten Investoren, sehr stark in der Beziehung mitzuwirken. Doch plötzlich, wenn die Beziehung aus der Balance geraten ist, denken sie, dass die andere Seite diese Änderung allein verursacht hat. Aus dem Gedächtnis fallen die zahlreichen geäußerten Kritiken ohne Lösungsvorschläge oder Hilfsangebote, die nahezu automatisierte Entgegennahme von Reportings ohne Nachfragen und Ideen, die fehlenden Besuche vor Ort, die mangelnde Anerkennung von inhaltlichen Fortschritten etc. 


Fazit

Ob sich ein Investor aktiv in seine Investments einbringt oder nicht: Zu einer guten Beziehung zwischen Investor und Gründer/Unternehmer gehört die beidseitige Ehrlichkeit, zu erkennen, wann die Beziehung kränkelt, und daran hart zu arbeiten sowie es auch zu akzeptieren, wenn die Partnerschaft ihren Nutzen eingebüßt hat. Uns als regionalem Investor hat sich der Weg der engen partnerschaftlichen Zusammenarbeit als richtig und erfolgreich erwiesen.

 

 

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