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Denkfehler in der Reinraumtechnik

Die Reinraumtechnik hat in den letzten 20 Jahren weltweit einen enormen Aufschwung genommen. Diese Querschnittstechnologie wird mittlerweile auch fast überall als Bestandteil eines modernen und zukunftsweisenden Fertigungs- und Forschungsumfeldes angesehen. Die Reinraumtechnik hat sich als Branche etabliert.

 

Dies zeigt sich auch in der Vielfalt der durch die Branche angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Arbeitsplatzlösungen, Minienvironments, Lüfter-Filter-Module, Qualifizierungsmessungen, Reinraumkleidung, Reinheitstauglichkeitsuntersuchungen und vieles mehr gehört zur Reinraumtechnik.

 

Wie findet man die richtige, auf die eigenen Prozesse abgestimmte Lösung? Eine Blogreihe der COLANDIS GmbH soll Ihnen helfen, die Unterschiede einzelner Lösungsansätze besser zu verstehen und Ihre Anforderungen an das Produktionsumfeld konkreter definieren zu können.

Denkfehler 1: Reinraumtechnik ist der Reinraum

 

Sucht man im Internet nach dem Begriff „Reinraumtechnik“ und nutzt Wikipedia als die Wissensplattform, so wird man von dort sofort und ohne näheren Hinweis zum Begriff „Reinraum“ geleitet. Was liegt dann näher, als den Reinraum als die Reinraumtechnik an sich anzusehen. Ganz unabhängig davon, wie man zur Richtigkeit der Definitionen und Beschreibungen bei Wikipedia steht, es ist eine irreführende Darstellung der Dinge und unterstützt eine nicht zielführende Denkweise bei der Gestaltung einer „reinen“ Produkt- und Prozessumgebung.

 

Letztendlich ist der Reinraum eine Zusammenstellung verschiedenster Komponenten der Reinraumtechnik. Aber nicht jede dieser Komponenten finden Sie in jedem Reinraum wieder. Es ist immer eine gezielte Auswahl der Reinraumtechnik, die für einen speziellen Anwendungsfall als notwendig angesehen wurde. 

 

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Denkfehler 2: Reinraumtechnik oder Reinraum – wer kann helfen?

 

Man findet im Internet viele Anbieter, die sich als die „Reinraumexperten“ bezeichnen, die die „besten Reinräume“ anbieten und die Leistungen „für Ihren Reinraum“ anbieten. Das ist aber nicht das, was die Kunden erwarten. Sie brauchen ausschließlich ein funktionierendes Produkt hoher Qualität in einer hohen Gutausbeute bzw. einen funktionierenden Prozess, der diese Produkte hervorbringt.

 

Es gibt in anderen Branchen schon seit langem die Erkenntnis, den Kern der eigenen Angebote zu beschreiben. So offeriert ein Energieunternehmen keinen „Strom“, kein „Gas“ und keine „Fernwärme“ an, sondern genau das, was deren Kunden letztendlich erwarten – „Behaglichkeit“.

 

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Denkfehler 3: „Es kommt ganz darauf an“

 

Die am häufigsten gestellte Frage ist: „Was kostet ein Quadratmeter Reinraum?“                     

Die Antwort: "Sie können es sich sicherlich schon denken."

 

Schon allein bei dieser einen Frage sehen wir, dass man es mit komplizierten Zusammenhängen zu tun hat. Um diese Zusammenhänge aufzulösen und eine Antwort zu finden, bedarf es einer intensiven Analyse und Verknüpfung von Informationen. Dies kostet Zeit und Arbeit, so dass man auf die Frage, wie viel ein Quadratmeter Reinraum kostet, nicht anders als oben beschrieben antworten kann.

 

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Denkfehler 4: Normen und Richtlinien, Hilfe oder Fluch

 

Fast alle Themen aus dem Bereich Reinraumtechnik, die in der Mikro- und Nanotechnologie sowie in Life Science Branchen eine wichtige Rolle zur Erzielung eines wirtschaftlichen Ergebnisses spielen, sind im Richtlinienwerk VDI 2083 Blatt 1 bis 18 (Stand 2018) beschrieben bzw. werden derzeit noch bearbeitet. Dieses Richtlinienwerk ist derzeit weltweit die ausführlichste Sammlung zu dieser Themengruppe, die man finden kann.

 

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Eine komplette Übersicht über die Blogreihe finden Sie hier »