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Technologien zum Schutz von Klima und Ökosystem

Wie sich unser Lebensstil auf die Umwelt auswirkt, damit sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-IPHT in ihrer Forschungsarbeit alltäglich konfrontiert. „Wir sehen es als unsere gesellschaftliche Verantwortung, darauf hinzuweisen, welche Folgen es hat, wenn wir uns jetzt nicht konsequent auf Nachhaltigkeit ausrichten“, so Jürgen Popp.


Lichtbasierte Technologien spüren wasserbedingte Krankheiten in Indien auf


In welchem Zustand Böden, Luft und Gewässer sind, lässt sich mit photonischen Technologien herausfinden, die Wissenschaftler am Leibniz-IPHT erforschen. Mit innovativen Verfahren können sie Verschmutzungen in der Natur aufspüren und die Qualitätskontrolle bei der Wiederaufbereitung von Abwässern unterstützen. Mit Partnern in Indien etwa erforscht ein Jenaer Team derzeit ein schnelles und kostengünstiges Verfahren, um durch Wasser übertragene Krankheitserreger zu entdecken. An den Folgen wasserbedingter Krankheiten sterben weltweit jeden Tag nahezu 6.000 Kinder. 


Sand aus dem Meer soll Smartphones mit Energie versorgen


Das Sonnenlicht zu nutzen, um Energie zu gewinnen, dieses Ziel verfolgen am Leibniz-IPHT mehrere Projekte. Wissenschaftlerteams entwerfen Solargewebe, die etwa Smartphones klimafreundlich mit Strom versorgen sollen. Es enthält weder giftige noch gefährliche Materialien — und sein Hauptbestandteil Silizium liegt als Sand im Meer. Nachhaltige Energiewandler nach dem Vorbild der Natur erforschen Wissenschaftler im Sonderforschungsbereich „CataLight“ mit den Universitäten Jena, Ulm und Wien. Und für das Projekt „Perspect—H2O“ innerhalb des europäisches Netzwerks „COST Action“ bündelt das Leibniz-IPHT die Kompetenzen von über 100 Forschungseinrichtungen mit dem Ziel, die durch Licht induzierte Spaltung von Wasser im Labor nachzuahmen.


Wie Umweltverschmutzung, Landnutzung und Klimawandel das Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen, wollen Wissenschaftlerteams des Leibniz-IPHT im Exzellenzcluster „Balance of the Microverse“ mit der Universität Jena und weiteren Partnern herausfinden. Sie wollen erfahren, wie das dynamische Gleichgewicht mikrobieller Gemeinschaften Lebewesen und Umwelt stabilisiert — und wie es erhalten und wiederhergestellt werden kann. 


Auf einer Forschungsplattform im Hainich erkunden Leibniz-IPHT-Wissenschaftler, wie sich die biologische Vielfalt unter der Erde entwickelt. So will der Sonderforschungsbereich „AquaDiva“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein besseres Verständnis davon gewinnen, wie ober- und unterirdische Lebensräume zusammenwirken. Dies beeinflusst Leistungen des Ökosystems wie die Bereitstellung von Trinkwasser.

 

Quelle: IPHT Leibniz-Institut für Photonische Technologien