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Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft

Mit der Förderrichtlinie verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, mit Hilfe von Forschung und Entwicklung Beiträge zur Umsetzung einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft zu leisten. Zentrales Anliegen der ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft ist es, den Wert von Produkten, Komponenten und Rohstoffen so lange wie möglich zu erhalten und möglichst wenig Abfall zu erzeugen, um so die Gesamtrohstoffproduktivität zu erhöhen und Umweltbelastungen zu verringern. Dafür ist es erforderlich, Kreisläufe, branchenübergreifende Wertschöpfungsnetze oder Kaskadensysteme zu etablieren. Vorrang hat dabei die verlängerte Nutzung und Kreislaufführung von Produkten und Komponenten.


Die Schließung von Kreisläufen für Produkte, Komponenten und Rohstoffe ist nur erstrebenswert, wenn in der Lebenszyklusperspektive effektiv Ressourcen eingespart werden können. Potenziale und Grenzen einer Kreislaufführung sind daher mit Blick auf Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und soziale Akzeptanz im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung zu berücksichtigen.


Das ERA-NET ERA-MIN 2 ergänzt die nationalen Förderaktivitäten im Bereich der Rohstoffeffizienz und Kreislaufwirtschaft. ERA-MIN 2 ermöglicht dabei die Zusammenarbeit deutscher Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit akademischen sowie industriellen Partnern der beteiligten Länder in Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die durch die internationale Zusammenarbeit einen Mehrwert gegenüber nationalen Projekten aufweisen.


Die Förderrichtlinie unterstützt die Umsetzung des BMBF-Forschungskonzepts „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft“2, ist Teil des Rahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklung – FONA3“ und ergänzt die europäische Förderung im Rahmenprogramm für Innovation und Forschung „Horizont 2020“.


Gegenstand der Förderung sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Rahmen anwendungsorientierter vorwettbewerblicher Verbundprojekte, die sich die Optimierung von Produkt- und Stoffkreisläufen in industriellen Produktionsprozessen oder am Ende der Nutzungsdauer von Produkten zum Ziel setzen. Es wird ein Beitrag zur Erhöhung der Rohstoffeffizienz durch die Etablierung von Material- und Stoffkreisläufen gemäß des Leitbilds der Kreislaufwirtschaft erwartet. Dabei adressiert die Förderung die Optimierung von Produkt- und Stoffkreisläufen für nicht-energetische, abiotische Rohstoffe, d. h. Metalle, Bau- und Industrieminerale.


Vor diesem Hintergrund werden anwendungsorientierte Forschungsarbeiten, die durch ein hohes wissenschaftlich-technisches Risiko gekennzeichnet sind, innerhalb von zwei Themenbereichen gefördert:

 

  • Ressourceneffiziente Produktions- und Wiederaufarbeitungsprozesse (entsprechend Topic 3 „Processing, Production and Remanufacturing” der transnationalen Bekanntmachung)
  • Kreislaufschließung durch Wiederverwendung und Recycling von Produkten und Komponenten (entsprechend Topic 4 „Recycling and Re-use of End-of-Life-Products“ der transnationalen Bekanntmachung)

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