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IMMS bekommt EDA Achievement Award 2018

 

Ein Forscher des IMMS Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gemeinnützige GmbH wurde heute vom edacentrum e.V. zum edaWorkshop18 in Hannover für seine Arbeiten zu neuen Methoden für schnelle und fehlerfreie Entwürfe komplexer integrierter Schaltungen für Industrie-4.0-Lösungen mit dem „EDA Achievement Award 2018“ für besondere Forschungs- und Entwicklungsleistungen für die elektronische Designautomation (EDA) ausgezeichnet.

 

Die prämierten industrienahen und anwendungsorientierten Methoden zur automatisierten Analyse von gemischt analog/digitalen integrierten Schaltungen hatte Georg Gläser im 2017 abgeschlossenen BMBF-Forschungsprojekt ANCONA erarbeitet.

 

Im Mittelpunkt standen die Absicherung und automatisierte Erweiterung von Modellen, das Analysieren der Schwachpunkte von Schaltungen und das Extrahieren von Layout-Beschränkungen. Die Methode besteht aus derzeit drei Komponenten und wurde für Forschungs- und Industrieentwicklungen bereits erfolgreich eingesetzt.

 

Projekt ANCONA: Rechnergestützte Verfahren weisen korrekte Funktion von Schaltungen schon während des Entwurfs zuverlässig nach

 

Für die neuen Anforderungen im Industrie-4.0-Kontext sollen intelligentere und damit komplexere Systeme entstehen. Für diese werden künftig zahlreiche neue Systemkomponenten erforscht und entwickelt, deren Zusammenspiel mit den gängigen Methoden meist erst im Versuchsaufbau getestet werden kann. Daher haben die Projektpartner in ANCONA rechnergestützte Verfahren erarbeitet, um die korrekte Funktion dieser Systeme schon während des Entwurfs zuverlässig nachzuweisen. Das soll künftig das Design integrierter Schaltungen erleichtern und deutlich beschleunigen, somit Innovationspotentiale heben und zu Wettbewerbsvorteilen verhelfen.

 

Entwurf der prämierten Methode

 

Der Entwurf integrierter Schaltungen beginnt meist auf Systemebene, auf der Funktionsblöcke kombiniert werden. In diesen Komponenten werden Schaltungen erstellt, die die gewünschte Funktion realisieren, wie z.B. eine Verstärkung. Nach diesem Entwurfsschritt werden die Funktionalität und die elektrischen Eigenschaften dieser Blöcke in Simulationen verifiziert. Ist dieser Schritt erfolgreich, so wird ein Layout erstellt, das der Bauplan für den Chiphersteller ist: Hier werden die Bauelemente, wie z.B. Transistoren und Widerstände, platziert und mittels Metallleitungen miteinander verbunden.

 

 Methoden erfolgreich für Forschungs- und Industrieentwicklungen eingesetzt

 

Schnelle Layout-Optimierungen und zuverlässige Simulationen sind bereits in die Entwicklung von Schaltungen eingeflossen in den Forschungsprojekten HoTSens, EROLEDT, RoMulus und ADMONT und darüber hinaus in Industrieprojekte: „Das IMMS hat eine neue Methode entwickelt und in einem Programm implementiert, das automatisch kritische parasitäre Elemente beim Schaltungsentwurf findet und bewertet. Die zeitaufwendige Layout-Optimierung kann so stark beschleunigt werden,“ so Dr. Dirk Nuernbergk, Melexis GmbH Erfurt.

 

Hier die komplette Pressemeldung »

 

Quelle Bilder & Text: IMMS