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Neue Fälle von CEO-Betrug – BKA warnt vor gefälschten E-Mails

Mit einer neuen Masche des CEO-Betrugs gehen Betrüger derzeit in Deutschland vor und versuchen, durch E-Mails die Empfänger unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu zu bringen, hohe Zahlungen zu leisten.

Die Täter nutzen hierfür Informationen, die Unternehmen in Wirtschaftsberichten, im Handelsregister, auf ihrer Homepage oder in Werbebroschüren veröffentlichen. Die Täter legen ihr Augenmerk insbesondere auf Angaben zu Geschäftspartnern und künftigen Investments. Für die Täter sind beispielsweise E-Mail-Erreichbarkeiten von Interesse, da sie daraus die Systematik von Erreichbarkeiten herleiten. Soziale Netzwerke, in denen Mitarbeiter ihre Funktion und Tätigkeit oder persönliche Details preisgeben, stellen ebenfalls eine wichtige Informationsquelle dar. Auf diese Weise verschaffen sich die Täter das für den Betrug notwendige Insiderwissen über das betreffende Unternehmen.

Die Täter nehmen mit den „ausgeforschten“ Mitarbeitern Kontakt auf und geben sich als Leitende Angestellte, Geschäftsführer oder Handelspartner aus. Dabei fordern sie z.B. unter Hinweis auf eine angebliche Unternehmensübernahme oder angeblich geänderter Kontoverbindungen den Transfer eines größeren Geldbetrages auf Konten in China und Hong Kong, aber auch in osteuropäischen Staaten.

Das Bundeskriminalamt warnt daher ausdrücklich vor E-Mails, die die Domain @ceopvtmail.com nutzen.

Von dieser Domain werden die betrügerischen E-Mails mit folgender Systematik versendet:

vornameCEO.nachnameCEO@ceopvtmail.com


Der dem BKA bekannte Schaden in diesen Fällen durch getätigte Zahlungen der Empfänger beläuft sich bisher auf mindestens 5,6 Millionen Euro. Opfer wurden Unternehmen aber auch Berufs- und
Wohlfahrtsverbände sowie Stiftungen.

Um zu garantieren, kein Betrugsopfer zu werden, sind folgende Schritte zu beachten:

  • Verifizieren von Zahlungsaufforderungen, die über diese Absenderadresse an das eigene Unternehmen gerichtet werden, unbedingt beim Auftraggeber
  • Direkte und unmittelbare Kontaktaufnahme mit der Geschäftsleitung oder dem Vorgesetzten bei Unstimmigkeiten
  • Keine vorschnellen Zahlungen!

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