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BMBF: Interaktive Systeme in virtuellen und realen Räumen


 

Im Rahmen des Mensch-Technik-Interaktions-Forschungsprogramms des BMBF sollen innovative Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gefördert werden, die Techniken der virtuellen und erweiterten Realität bieten. Damit sollen physische Interaktionsmöglichkeiten ausgebaut werden und somit eine neuartige Qualität in der zwischenmenschlichen Kommunikation auch über Distanzen hinweg ermöglicht werden. Es sollen dabei interaktive Systeme als Lösungen entstehen, die im Vergleich zu bereits existenten Ansätzen, eine deutlich bessere Immersion aufweisen und außerdem Multi-User-Anwendungen unterstützen.

 

 

Außerdem sollen auf Basis des MTI-Forschungsprogramms und des Fachprogramms Medizintechnik in dieser Bekanntmachung Fragen des Themenfelds "Gesundes Leben" adressiert werden, da innovative Entwicklungen in den Schlüsseltechnologien insbesondere in der Medizin neue grundlegende Einsatzgebiete eröffnen können. Eine der großen Herausforderungen ist die Entwicklung von Systemlösungen und interaktiven Systemen, die medizintechnische Einzellösungen zusammenführen und integrieren. Innovative Konzepte der MTI tragen hier maßgeblich zu einer effizienten und benutzerfreundlichen Bedienung medizintechnischer Systeme bei.

 

 

Der Nutzer soll über den gesamten Zeitraum der Entwicklung mit einbezogen werden. Ein wichtiges Ziel dieser Bekanntmachung ist eine signifikante Beteiligung von Start-Ups sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

 

 

Förderziel und Zuwendungszweck

 

Gefördert wird die Entwicklung interaktiver Systeme in virtuellen und realen Räumen im Rahmen der Themenfelder des MTI-Forschungsprogramms. Der erste Förderschwerpunkt bezieht sich auf das Themenfeld "Gesundes Leben".

 

 

Die Digitalisierung ermöglicht vielfältige neue Lösungen der MTI zur realitätsnahen Kommunikation, Kooperation und zum Erfahrungs- sowie Kompetenzaustausch zwischen Menschen auch über Distanzen hinweg. Davon werden auch Gesundheitsanwendungen in hohem Maße profitieren. Durch die entwickelten MTI-Systeme ist eine Weitergabe medizinischer Expertise nahezu unabhängig von zeitlichen und räumlichen Limitationen möglich. Außerdem könnte man standortunabhängig sich externes Expertenwissen beschaffen oder Arztbesuche und medizinische Untersuchen durchführen. Hiermit würde man eine Verbesserung der medizinischen Versorgungsqualität gewährleisten.

Momentan ist es leider noch so, dass die Systeme ihrem Potenzial nur bedingt gerecht werden und somit kein Gefühl der tatsächlichen Präsenz zustande kommt. Neue Konzepte der virtuellen (Virtual Reality/VR) und erweiterten Realität (Augmented Reality/AR), die eine deutliche Verbesserung der Immersion bieten können, erscheinen hierbei als eine der vielversprechendsten Technologien für Lösungsansätze.

Zum Schutz persönlicher Daten und für eine gesellschaftliche Akzeptanz müssen bei der Konzeption und Entwicklung der technischen Systeme aber auch noch ethische, rechtliche und soziale Fragestellungen kontinuierlich einbezogen werden. Diese Aspekte sind für das Vertrauen in die Privatheit und eine breite Verwendung dieser neuen Lösungen im medizinischen Bereich unverzichtbar.

 

 

Gegenstand der Förderung

 

Gefördert werden Innovationen der MTI, die neuartige, auf virtueller oder erweiterter Realität (VR oder AR) basierende Kommunikationssysteme im Bereich „Gesundes Leben“ adressieren und dabei einen Schwerpunkt auf eine verbesserte Immersion oder Multi-User-Anwendungen legen. Dabei sollen stets die intuitive Nutzbarkeit und das Vertrauen in die Technik, die Zuverlässigkeit und v.a. auch Sicherheit für die Nutzer gewährleistet werden.

 

 

Es existiert eine Vielzahl wissenschaftlich-technischer Herausforderungen, die in den Vorhaben im Fokus stehen können. Hierzu zählen unter anderem folgende Forschungsthemen:

  • Entwicklung neuer Haptik-/Taktilitätswerkzeuge
  • Entwicklung und Umsetzung von Multi-User-Anwendungen
  • Verbesserung und Sicherstellung der Alltagstauglichkeit und somit einer besseren Nutzerakzeptanz

Den Einreichern steht es frei, zusätzlich auch andere Herausforderungen zu adressieren, die für die Umsetzung akzeptierter, immersiver VR/AR-Systeme zu lösen sind.

 

 

Die Förderrichtlinie ist in zwei, teilweise parallele Phasen gegliedert. Es können nur Projekte gefördert werden, die sich sowohl kreativ als auch konstruktiv in beide Phasen einbringen.

Phase 1 dient der Förderung von Verbundprojekten mit klarem Forschungs- und Entwicklungsfokus in den oben beschriebenen Bereichen. In Phase 2 wird die verbundübergreifende Zusammenarbeit und die realitätsnahe Evaluation gefördert. Hier geht es darum, die in Phase 1 entstehenden Demonstratoren als Gesamtsystem schon während deren Entwicklung zu evaluieren. Die Inhalte der Förderung der beiden Phasen werden in den Nummern 2.1 und 5.1 für Phase 1 sowie in den Nummern 2.2 und 5.2 für Phase 2 näher erläutert. Beide Phasen müssen zusammen in einer Skizze beschrieben werden (siehe Nummer 7.2.1).

 

 

Zuwendungsempfänger und Zuwendungsvoraussetzungen

 

Antragsberechtigt in den Phasen 1 und 2 sind Verbünde von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft oder Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im Verbund mit Unternehmen. Die Antragstellung durch Start-ups, KMU und mittelständische Unternehmen wird ausdrücklich begrüßt. Großunternehmen können als assoziierte Partner in den Verbünden teilnehmen.

 

Eine Beteiligung von Start-Ups sowie KMU ist ausdrücklich erwünscht.

 

 

Die vollständige Bekanntmachung können Sie »hier« finden.

 


 

Links:

https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1426.html