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BMBF: Innovationsschub mit Künstlicher Intelligenz


 

Die aktuellen Entwicklungen in der Wirtschaft werden noch durch Industrie 4.0 geprägt. Aber das nächste große Thema kündigt sich schon an, nämlich: Lernende Systeme und künstliche Intelligenz. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird das Thema strukturell ausbauen und v.a. auch die Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft fördern. Dazu wird das Zukunftsprojekt "Lernende Systeme" neben Industrie 4.0 gestartet und bildet eine zweite wichtige Plattform zum Thema Digitalisierung.



"Die Zeit ist reif, dass Deutschland mehr aus dem Thema Künstliche Intelligenz macht. Wir haben mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz das weltweit umsatzstärkste Forschungsinstitut zu dem Thema aufgebaut. Unsere Forschung ist im internationalen Vergleich hervorragend aufgestellt und die Ergebnisse belegen das große Potential dieser neuen Technologie für Wirtschaft und Gesellschaft. Wir müssen bei Künstlicher Intelligenz jetzt in neuen Kategorien denken und wie bei Industrie 4.0 von weitreichenden Veränderungen ausgehen. Deswegen wollen wir mit dem Zukunftsprojekt unsere Kräfte bündeln und einen systematischen Schub in Deutschland bewirken", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.



Die Plattform "Lernende Systeme" wird von einem Lenkungskreis koordiniert. Es werden Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Oktober mit der Arbeit beginnen, um Anwendungen und Potentiale aber auch soziale, ethische und rechtliche Fragenstellung zu erforschen. Hierfür werden in Anwendungsszenarien, Diskussionspapieren und Handlungsempfehlungen die Chancen Lernender Systeme diskutiert und das Thema auf eine breite Basis gestellt werden.


Dieter Spath, acatech Präsident und Co-Vorsitzender der Plattform ergänzte: "Lernende Systeme bringen eine neue Qualität in die Digitalisierung. Wir möchten, dass Deutschland Lernende Systeme als führender Anbieter und Anwender im Sinne der Menschen gestaltet. Lernende Systeme sollen Wohlstand und gute Arbeit stärken. Sie sollen die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe erhöhen. Mit diesem Ziel bringen wir in der Plattform Forschung und Anwendung zusammen. Ebenso wollen wir eine offene Debatte über die rechtlichen, ethischen und gesellschaftlichen Fragen anstoßen, die lernende Systeme aufwerfen."

 

Bereits heute zeichnen sich die Potentiale lernender Systeme ab. Sie kommen in vielen alltäglichen Anwendungen zum Einsatz wie etwa in der Medizin, in Fahrerassistenzsystemen oder in der industriellen Produktion. Perspektivisch werden zudem völlig neue Anwendungen und Services entstehen.

Auf der gestrigen Sitzung des Lenkungskreises wurde die Berufung folgender weiterer Mitglieder beschlossen:

Dr. Reinhard Ploss, CEO Infineon AG

Dr. Elmar Degenhart, CEO Continental AG

Prof. Dr. Holger Hanselka, Präsident Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Dr. Hanna Köpcke, Gründerin und CTO Webdata solutions GmbH

Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung, Accenture GmbH.

Dem Lenkungskreis gehörten zuvor bereits Prof. Dr. Johanna Wanka (BMBF), Prof. Dr. Dieter Spath (Präsident der acatech), Prof. Dr. Reimund Neugebauer (Präsident der Fraunhofer Gesellschaft), Prof. Dr. Wolfgang Wahlster (Vorsitzender der Geschäftsführung des DFKI) und Ralf Klinkenberg (Co-Founder Rapidminer Gmbh) an. Lenkungskreis und Arbeitsgruppen werden sich in ihrer Arbeit eng abstimmen. Die Plattform und ihre Gremien werden dabei von einer neu eingerichteten Geschäftsstelle unterstützt.

Das Zukunftsprojekt "Lernende Systeme" wurde im Mai 2017 durch Bundesforschungsministerin Wanka angekündigt. Die Plattform knüpft an die erfolgreiche Arbeit des Hightech Fachforums "Autonome Systeme" an. Die Leitung der Plattform haben Bundesministerin Wanka und acatech Präsident Spath inne.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.plattform-lernende-systeme.de/

 


 

Links:

https://www.bmbf.de/de/innovationsschub-mit-kuenstlicher-intelligenz-4781.html