Förderthemen auf den Punkt gebracht



Photonische Verfahren und Werkzeuge

 

Angesichts der großen wirtschafts- und finanzpolitischen Herausforderungen, vor denen Deutschland weiterhin steht, müssen die für die deutsche Wirtschaft bestehenden Wachstumspotenziale gehoben und neue Perspektiven eröffnet werden. Mit ihrer Hightech-Strategie 2020 zielt die Bundesregierung auf eine übergreifende, zukunftsweisende Innovationspolitik ab.


Schlüsseltechnologien, zu denen auch die Photonik gehört, sind dabei wesentliche Treiber für Innovationen und die Grundlage für neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Ihr Nutzen hängt entscheidend davon ab, wie gut ihr Transfer in die wirtschaftliche Anwendung gelingt. Mit dieser Fördermaßnahme im Rahmen der Programmatik "Photonik Forschung Deutschland" (http://www.photonikforschung.de) verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Ziel, bestehende Hemmnisse bei der breiten Einführung von Leichtbaumaterialien in die Großserienfertigung durch die Nutzung photonischer Verfahren und Werkzeuge zu überwinden.

 

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1. Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage
1.1 Zuwendungszweck

Der effiziente Einsatz von Energie stellt neben der ressourcenschonenden Bereitstellung von Energie die zweite wichtige S�ule f�r die Sicherung der zuk�nftigen Energieversorgung dar. Laut AG Energiebilanzen e.V. entfallen etwa 23% des Energieverbrauchs in Deutschland auf den Stra�enverkehr. Neben effizienten Antriebskonzepten f�llt hier vor allem auch der Reduktion des Fahrzeuggewichts eine Schl�sselrolle bei der Steigerung der Energieeffizienz zu. Gleichzeitig sinkt mit der effizienteren Energienutzung auch der Schadstoffaussto�.


In der Verkehrsindustrie - insbesondere der Automobil- und Luftfahrtindustrie - finden Leichtbaukonzepte heute schon vielfach Anwendung. Zunehmend werden auch Potentiale im Energiesektor - etwa bei gewichts- und steifigkeitsoptimierten Rotoren f�r Windkraftanlagen - und im Maschinen- und Anlagenbau erschlossen. Um jedoch einen breiten Einsatz von Leichtbaumaterialien zu erreichen, fehlt es derzeit f�r eine Vielzahl neuer Materialien noch an geeigneten Bearbeitungs-, Pr�f- und Messverfahren, um eine wirtschaftliche, flexible und automatisierte Fertigung in der Gro�serie umsetzen zu k�nnen. F�r einen nachhaltigen Einsatz der Leichtbaumaterialien ist die Sicherstellung der Recyclingf�higkeit und die Schlie�ung der Stoffkreisl�ufe bereits in der Produktion und Verarbeitung zu ber�cksichtigen.


Photonische Verfahren bieten hier L�sungen: Die hohe Flexibilit�t und die ber�hrungslose, verschlei�freie Wirkungsweise des Lasers sowie die lokale und f�r die jeweilige Fertigungsanforderung adaptierbare Energiedeposition er�ffnen insbesondere f�r die Bearbeitung thermisch empfindlicher Werkstoffe und Werkstoffkombinationen neue M�glichkeiten. Und das bei gleichbleibend hoher Pr�zision vom ersten bis zum letzten Bauteil, was insbesondere f�r Werkstoffe, deren konventionelle Bearbeitung mit einem hohen Werkzeugverschlei� einhergeht, von besonderem Nutzen ist. Optische Messtechnik und Sensorik er�ffnet neue M�glichkeiten f�r inline-f�hige, automatisierbare Verfahren zur Werkstoffpr�fung, Prozess�berwachung und Qualit�tssicherung.


Handlungsbedarf besteht zum einen bei Innovationen f�r bereits praktizierte Prozessschritte in der Fertigung bei Herstellern wie Ausr�stern. Gleichzeitig m�ssen aber auch kosteng�nstige, industrietaugliche Bearbeitungsverfahren und Fertigungskonzepte f�r derzeit in der Gro�serie noch nicht wirtschaftlich verarbeitbare Leichtbaumaterialien adressiert werden. Eine Schl�sselrolle kommt dabei der Verst�rkung des Technologietransfers aus dem Labor in industrielle Prozesse durch anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung zu. Beides gelingt effizient durch eine Vernetzung der Endanwender mit den Anlagenbauern, den Anbietern von Laser- und Systemtechnik und den Rohstoffherstellern. Um die angestrebte St�rkung solcher Kooperationen sicherzustellen, f�llt vor allem der vertikalen Strukturierung der industriegef�hrten Verbundprojekte eine zentrale Rolle zu. Insbesondere ist auch die Einbindung neuer Prozessschritte, Bearbeitungs- und Messverfahren in bestehende Anlagentechnologien! zu adressieren und im Rahmen von Demonstrationsanlagen umzusetzen.


Die F�rderma�nahme "Photonische Verfahren und Werkzeuge f�r den ressourceneffizienten Leichtbau" ist mit der F�rderma�nahme "energieeffizienter Leichtbau" (im Rahmen der Produktionsforschung) abgestimmt und zielt auf innovative photonische Verfahren ab, die f�r die deutsche Industrie ein besonders wichtiges Wachstumsfeld darstellen. Die inl�ndische Verwertung der Projektergebnisse hat daher besondere Bedeutung.
Da Innovations- und Besch�ftigungsimpulse gerade auch von Unternehmensgr�ndungen ausgehen, sind solche Gr�ndungen im Anschluss an die Projekt-F�rderung des BMBF erw�nscht. Der High-Tech-Gr�nderfonds der Bundesregierung bietet hierzu Unterst�tzung an. Weitere Informationen finden sich unter www.high-tech-gruenderfonds.de.

1.2 Rechtsgrundlage

Vorhaben k�nnen nach Ma�gabe dieser Richtlinien, der BMBF-Standardrichtlinien f�r Zuwendungen auf Ausgaben- bzw. Kostenbasis und der Verwaltungsvorschriften zu �� 23, 44 Bundeshaushaltsordnung (BHO) durch Zuwendungen gef�rdert werden. Ein Rechtsanspruch auf Gew�hrung einer Zuwendung besteht nicht. Der Zuwendungsgeber entscheidet auf Grund seines pflichtgem��en Ermessens im Rahmen der verf�gbaren Haushaltsmittel. Eingereichte Projektvorschl�ge stehen zueinander im Wettbewerb.

2. Gegenstand der F�rderung

Im Zentrum dieser F�rderma�nahme stehen photonische Werkzeuge und Verfahren zur Be- und Verarbeitung anwendungsrelevanter Leichtbaumaterialien, z.B.

  • Verbundwerkstoffe (z.B. faserverst�rkte Kunststoffe (FVK), Metall-Kunststoff Hybridverbunde)
  • Leichtmetalle (z.B. Aluminium, Titan, Magnesium),
  • hochfeste St�hle,


die zu einer deutlichen Senkung der Fertigungskosten von Leichtbauelementen f�hren und f�r den automatisierten Einsatz in der Gro�serie geeignet sind. Diese Aufz�hlung ist beispielhaft zu verstehen und schlie�t weitere innovative Leichtbaumaterialien, die konventionell nicht wirtschaftlich bearbeitbar sind, keineswegs aus.


Handlungsbedarf besteht vor allem beim Trennen, Bohren, Strukturieren oder selektiven Abtragen insbesondere auch thermisch empfindlicher Materialien, sowohl bei der Endbearbeitung von Leichtbauteilen als auch auf der Ebene von Halbzeugen (etwa Prepregs oder Faserhalbzeuge), bei der F�gevorbereitung und beim F�gen sowohl gleicher als auch unterschiedlicher Leichtbauwerkstoffe zur Herstellung von Hybridbauteilen, z.B. f�r den in der Automobilindustrie zu beobachtenden Trend zur Mischbauweise, bei der an jeder Stelle jeweils das Leichtbaumaterial zum Einsatz kommt, das die gestellten Anforderungen (Festigkeit, Steifigkeit, Energieabsorption usw.) am besten erf�llt, bei der Realisierung anwendungsspezifischer Oberfl�chenfunktionen zur Erweiterung des Einsatzspektrums von Leichtbauwerkstoffen, sowie in der Prozesstechnik (effizientes, lokales Aufschmelzen von Thermoplasten oder Aush�rten von Duromersystemen, Simulationen zur Prozessentwicklung).

Dar�ber hinaus m�ssen auch neue, laserbasierte Prozesse wie etwa generative Verfahren zur Herstellung und Bearbeitung konventionell nicht herstell- oder bearbeitbarer Leichtbaumaterialien untersucht und etabliert werden, sofern sie auf den wirtschaftlichen Einsatz in der Fertigung gro�er St�ckzahlen abzielen.
Neben der Materialbearbeitung wird auch im Bereich der zerst�rungsfreien, inline-f�higen Werkstoffpr�fung, der Prozess�berwachung und der Qualit�tssicherung Handlungsbedarf gesehen, dem mit L�sungsans�tzen auf der Basis photonischer Messtechniken begegnet werden kann.
Aus diesem breiten Anwendungsspektrum ergibt sich der Forschungsbedarf an unterschiedlichsten photonischen Systemen und deren Einbindung in industrielle Gesamtsysteme mit entsprechender Steuerung und Anlagentechnologie.
Thematische Schwerpunkte
der umsetzungsorientierten Forschungsaktivit�ten k�nnen dabei u.a. in folgenden Feldern und ihrer Vernetzung liegen:

Nutzung von Laserbearbeitungs- und Plasmaverfahren zur Sicherstellung gleichbleibender Bauteilqualit�t, Verringerung des manuellen Aufwands, Verk�rzung der Zykluszeiten und/oder Nutzbarmachung recyclingfreundlicher Materialien:

  • Laserschwei�en konventionell nicht schwei�barer Materialien
  • Intelligente Kombination aus stoff- und formschl�ssigen Verbindungen in hybriden Bauweisekonzepten, z.B. Metall-Kunststoff/FVK, Metall-Metall
  • Laserunterst�tztes Kleben
  • Laserbasierte Oberfl�chenvorbehandlung f�r anschlie�endes Kleben oder Lackieren von Leichtbauelementen
  • Laserbasierte lokale Erw�rmung f�r die Warmumformung mit dem Ziel der Substitution von Ofenprozessen oder der lokalen Entfestigung neuartiger hochfester St�hle
  • Partielles Funktionalisieren von Kunststoffen mittels Laser, z.B. zur Erh�hung der Festigkeit entlang einer bestimmten Richtung
  • Laserbasierte Hochgeschwindigkeits-Bohr- und Schneidtechniken mit minimaler Werkstoff-Beeinflussung bzw. Sch�digung insbesondere f�r Faserverbundmaterialien
  • F�ge- und Anlagentechnik zur selektiven, schnellen Verbindung von Fasergelegen
  • Laserbasierte Bauteil-Vorbereitungsverfahren f�r die Herstellung form- und/oder kraftschl�ssiger Verbindungen artungleicher Werkstoffe
  • Schnelle Laserstrukturierungsverfahren zum selektiven Abtrag von CFK-Matrix-Werkstoffen ohne Fasersch�digung, z.B. zur F�gevorbereitung
  • Energieeffiziente laserbasierte W�rmebehandlungsverfahren von Precursoren zur Herstellung von Kohlenstofffasern
  • Laserbasiertes selektives Aufschmelzen/Verdampfen der Matrix zur Entfernung besch�digter Matrix ohne Fasersch�digung sowie zur Herausl�sung der Fasern aus dem Matrixsystem, insbesondere auch f�r Reparatur- und Recyclingkonzepte
  • Laserbasierte Reparaturkonzepte zum Austausch besch�digter Bauteilbereiche unter Beibehaltung der Bauteilfestigkeit
  • Analyse laserbasierter Bohr-, Schneid- und F�getechniken sowie schneller Laserstrukturierungsverfahren f�r Faserverbundmaterialien durch Diagnose und Simulation
  • Lasertaugliche Werkstofftechnik zur Absicherung der Betriebssicherheit und Langlebigkeit -insbesondere Schutz vor Korrosion - f�r Metall-Faserverbund-Kombinationen
  • Generative Verfahren zur Fertigung von Leichtbau-Komponenten
  • Klebstofffreies Verbinden
  • Bearbeitung von Verbundwerkstoffen mittels Plasmaverfahren zur selektiven Strukturierung Oberfl�chenkonditionierung


Inlinef�hige Messtechnik

  • Schnelle Erfassung geometrischer, physikalischer und chemischer Merkmale im Prozess und am fertigen Bauteil zur inline Prozessf�hrung und Automation sowie f�r Qualit�tssicherungsaufgaben von Herstell-, F�ge- und Reparaturprozessen
  • Schnelle Werkstoffpr�fung (Erkennen von Delamination, Lunkern, Oberfl�chendefekten,.)
  • Verfahren zur ber�hrungsfreien Risspr�fung in CFK-Werkst�cken
  • Identifikation von Leichtbaumaterialien f�r Qualit�tssicherung und Werkstoffrecycling


Systemtechnik

  • Laserquellen (multi-kW cw, Ultrakurzpulslaser) mit prozessangepassten Eigenschaften (Pulsdauer, Wellenl�nge usw.)
  • Im Kontext der ben�tigten Reparaturkonzepte: Mobile Laserbearbeitungssysteme
  • Arbeitsplatzsicherheit, Absaugung der Ablationsprodukte zur Einhaltung der MAK-Werte
  • Prozessangepasste , hochdynamische Strahlformung, -f�hrung und -ablenkung
  • Energie- und Prozesssteuerung
  • Gesamtanlagensysteme


Im Rahmen der Erarbeitung effizienter Bearbeitungsprozesse auch Simulationsverfahren, z.B. � Kopplung fluiddynamischer und strukturmechanischer Simulationsmodelle zur effizienteren Beschreibung der Laserprozesse Erweiterung der strukturmechanischen Schwei�simulationsmodelle auf Mischverbindungen artgleicher sowie artfremder F�gepartner

Die Auflistung ist beispielhaft und nicht als vollst�ndig anzusehen. Es k�nnen auch Projekte in anderen Anwendungs- und Technologiebereichen des Leichtbaus gef�rdert werden, solange die L�sungsans�tze �berwiegend auf photonischen Verfahren basieren. Arbeiten, die der Normung und Standardisierung dienen, sind ausdr�cklich erw�nscht.


3. Zuwendungsempf�nger

Die F�rderung zielt ab auf FuE-Verbundprojekte, die von Unternehmen initiiert und koordiniert werden. Die Vorhaben sollen entlang der Wertsch�pfungskette strukturiert sein. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (mit Sitz und �berwiegender Ergebnisverwertung in Deutschland), Hochschulen und au�eruniversit�re Forschungseinrichtungen. Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und L�ndern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektf�rderung bewilligt werden.
Eine F�rderung von Einzelvorhaben sowie von Verbundvorhaben allein zwischen wissenschaftlichen Partnern ist nicht beabsichtigt. Die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen ist ausdr�cklich erw�nscht und wird bei der Projektbegutachtung ber�cksichtigt.
Das BMBF ist bestrebt, den Anteil der Fachhochschulen in der Forschungsf�rderung zu erh�hen. Fachhochschulen sind deshalb besonders aufgefordert, sich in den Verbundprojekten zu beteiligen (vgl. dazu auch 7.3).


4. Zuwendungsvoraussetzungen


Die Partner eines Verbundprojekts haben ihre Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung zu regeln. Einzelheiten k�nnen einem Merkblatt des BMBF, Vordruck 0110 , entnommen werden. In der Kooperationsvereinbarung ist eine Klausel vorzusehen, nach der Unternehmen f�r die Nutzung der FuE-Ergebnisse von Forschungseinrichtungen ein markt�bliches Entgelt zahlen. F�r jedes Verbundprojekt ist ein Koordinator zu bestellen, der in der Regel von einem industriellen Partner zu stellen ist.
Antragsteller sollen sich, auch im eigenen Interesse, mit dem EU-Forschungsrahmenprogramm vertraut machen und pr�fen, ob das beabsichtigte Vorhaben spezifische europ�ische Komponenten aufweist und damit eine ausschlie�liche oder erg�nzende EU-F�rderung m�glich ist. Das Ergebnis dieser Pr�fung soll im Antrag auf nationale F�rdermittel kurz dargestellt werden.


5. Art und Umfang, H�he der Zuwendung

Zuwendungen k�nnen im Wege der Projektf�rderung als nicht r�ckzahlbare Zusch�sse gew�hrt werden.
Bemessungsgrundlage f�r Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsf�higen projektbezogenen Kosten, die in der Regel - je nach Anwendungsn�he des Vorhabens - bis zu 50% anteilfinanziert werden k�nnen. Nach BMBF-Grunds�tzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung - grunds�tzlich mindestens 50% der entstehenden zuwendungsf�higen Kosten - vorausgesetzt. Die Bemessung der jeweiligen F�rderquote muss den Gemeinschaftsrahmen der EU-Kommission f�r staatliche FuE-Beihilfen ber�cksichtigen. Dieser Gemeinschaftsrahmen l�sst f�r kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine differenzierte Bonusregelung zu, die ggf. zu einer h�heren F�rderquote f�hren kann. Es kommt die KMU-Definition gem�� Empfehlung der EU-Kommission vom 06.05.2003 zur Anwendung .
Bemessungsgrundlage f�r Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsf�higen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft - FhG - die zuwendungsf�higen projektbezogenen Kosten), die unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 100% gef�rdert werden k�nnen.
Es wird erwartet, dass sich Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Hinblick auf die Umsetzungsn�he entsprechend ihrer Leistungsf�higkeit an den Aufwendungen der Hochschulen und �ffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen angemessen beteiligen, sofern letztere als Verbundpartner mitwirken. Als angemessen gilt, wenn in Summe �ber den Verbund eine Eigenbeteiligung der Verbundpartner in H�he von mindestens 50% an den Gesamtkosten/-ausgaben des Verbundprojekts erreicht wird. Dazu ist ggf. eine Kompensation zwischen den Partnern erforderlich, so dass eine Verbundf�rderquote von maximal 50% (zuz�glich ggf. zu gew�hrender Boni f�r KMU sowie ggf. in den Aufwendungen von Hochschulen enthaltener Projektpauschalen) erreicht wird.

6. Sonstige Zuwendungsbestimmungen

Bestandteil eines Zuwendungsbescheides auf Kostenbasis werden grunds�tzlich die Nebenbestimmungen f�r Zuwendungen auf Kostenbasis des BMBF an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft f�r FuE-Vorhaben (NKBF98).
Bestandteil eines Zuwendungsbescheides auf Ausgabenbasis werden die Allgemeinen Nebenbestimmungen f�r Zuwendungen zur Projektf�rderung (ANBest-P) und die Besonderen Nebenbestimmungen f�r Zuwendungen des BMBF zur Projektf�rderung auf Ausgabenbasis (BNBest-BMBF98).
Die eingereichten Projektvorschl�ge stehen untereinander im Wettbewerb.

7. Verfahren
7.1 Einschaltung eines Projekttr�gers und Anforderung von Unterlagen

Die Projektskizzen sind einzureichen beim vom Bundesministerium f�r Bildung und Forschung beauftragten Projekttr�ger:

VDI Technologiezentrum GmbH
- Projekttr�ger Photonik, Optische Technologien -
VDI-Platz 1
40468 D�sseldorf
Das VDI Technologiezentrum ist au�erdem Ansprechpartner f�r alle Fragen zur Abwicklung der Bekanntmachung.
Ansprechpartner:
Dr. J�rg Baier
Tel.: 02 11 / 62 14 - 569
Fax: 02 11 / 62 14 - 159
E-Mail: baier@vdi.de

Vordrucke f�r F�rderantr�ge, Richtlinien, Merkbl�tter, Hinweise und Nebenbestimmungen k�nnen unter der Internetadresse www.kp.dlr.de/profi/easy/formular.html abgerufen oder unmittelbar beim Projekttr�ger angefordert werden. Zur Erstellung von f�rmlichen F�rderantr�gen (s. unter Nr. 7.2.2) wird die Nutzung des elektronischen Antragssystems "easy" dringend empfohlen: www.kp.dlr.de/profi/easy/bmbf.

7.2 F�rderverfahren
Das F�rderverfahren ist zweistufig.

7.2.1 Vorlage und Auswahl von Projektskizzen

Das F�rderverfahren ist zweistufig. In der ersten Stufe sind zun�chst dem Projekttr�ger VDI Technologiezentrum GmbH unter der o.a. Anschrift Projektskizzen vorzulegen. Die Vorlagefrist endet am 30.04.2012.
Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist. Versp�tet eingehende Projektskizzen k�nnen aber m�glicherweise nicht mehr ber�cksichtigt werden. Aus der Vorlage einer Projektskizze kann ein Rechtsanspruch nicht abgeleitet werden. Die Verbundpartner reichen, vertreten durch den Koordinator, eine gemeinsame, begutachtungsf�hige Projektskizze im Umfang von maximal 15 DIN A4-Seiten (inkl. Anlagen, Schriftgrad 12) beim Projekttr�ger ein.
Eine kommentierte Mustergliederung zur Erstellung der Skizzen sowie die Anlagen Anlage1_Verbundpartner.xlsx und� finden Sie unter www.photonikforschung.de/skizzen . Die Projektskizze muss eine Darstellung mit folgender Gliederung enthalten:

  • Deckblatt mit Angaben zum Verbundkoordinator
  • Tabelle "Adressen und Ansprechpartner der Verbundpartner" (Anlage1_Verbundpartner.xls)
  • Tabelle "�berschl�gige Absch�tzung von Gesamtkosten und F�rderbedarf, einzeln nach Verbundpartner" (Anlage2_Finanzen.xls)


0 Zusammenfassung des Projektvorschlags (maximal eine Seite: Ziele, L�sungsweg, Verwertung der Ergebnisse)
1 Ziele

Motivation und Gesamtziel des Verbunds
Wissenschaftliche und technische Arbeitsziele des Verbunds, angestrebte Innovationen
Breitenwirksamkeit und Anwendungspotenzial

2 Aktueller Stand von Wissenschaft und Technik

Stand von Wissenschaft und Technik
Neuheit und Attraktivit�t des L�sungsansatzes
Bestehende Schutzrechte (eigene und Dritter)
Bisherige Arbeiten der Verbundpartner, Vorstellung des Konsortiums, Rolle der Partner im Verbund

3 Arbeitsplan

Ausf�hrliche Beschreibung der Arbeiten der Verbundpartner (ggf. inkl. Unterauftragnehmer), einschlie�lich aller� projektrelevanten wissenschaftlichen und technischen Problemstellungen sowie der L�sungsans�tze.
Netzplan: Arbeitspakete, �bergabepunkte, Meilensteine und Verwertungsentscheidungen, aufgetragen �ber der Zeit

4 Verwertungsplan
Wissenschaftliche, technische und wirtschaftliche Ergebnisverwertung in Deutschland durch die beteiligten Partner, Investitionsentscheidungen
5 Notwendigkeit der F�rderung
Warum kann das Vorhaben von den Verbundpartnern ohne �ffentliche F�rderung nicht durchgef�hrt werden?

Es steht den Antragstellern frei, weitere Punkte anzuf�gen, die ihrer Auffassung nach f�r eine Beurteilung ihres Vorschlages von Bedeutung sind. Eine f�rmliche Kooperationsvereinbarung ist f�r die erste Phase (Projektskizze) noch nicht erforderlich, jedoch sollten die Partner die Voraussetzungen daf�r schaffen, bei Aufforderung zur f�rmlichen Antragstellung (2. Phase, s. unten) eine f�rmliche Kooperationsvereinbarung zeitnah zum Projektbeginn (s. Ziffer 4) treffen zu k�nnen. Verbundpartner, deren Vorhaben von Industriepartnern mitfinanziert werden, m�ssen die H�he der vorgesehenen Drittmittel angeben.
Die eingegangenen Projektskizzen werden nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Fachlicher Bezug zur F�rderbekanntmachung
  • Risiken und Innovationsh�he des wissenschaftlich-technischen Konzeptes
  • Technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung
  • Qualit�t des Projektkonsortiums, Abdeckung der Wertsch�pfungskette
  • Qualit�t und Belastbarkeit des Verwertungskonzepts
  • Einbeziehung von KMU


Das BMBF und der Projekttr�ger behalten sich vor, sich bei der Bewertung der vorgelegten Projektskizzen durch eine unabh�ngige Expertenrunde beraten zu lassen. Auf der Grundlage der Bewertung werden die f�r eine F�rderung vorgesehenen Verbundprojekte ausgew�hlt. Das Ergebnis der Auswahlrunde wird dem Verbundkoordinator durch den Projekttr�ger mitgeteilt. Die Partner eines Verbundprojekts werden �ber den Koordinator informiert.

7.2.2 Vorlage f�rmlicher F�rderantr�ge und Entscheidungsverfahren

In der zweiten Verfahrensstufe werden die Interessenten bei positiv bewerteter Projektskizze aufgefordert, in Abstimmung mit dem vorgesehenen Verbundkoordinator einen f�rmlichen F�rderantrag vorzulegen, �ber den nach abschlie�ender Pr�fung entschieden wird.
F�r die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie f�r den Nachweis und die Pr�fung der Verwendung und die ggf. erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheids und die R�ckforderung der gew�hrten Zuwendung gelten die Verwaltungsvorschriften zu � 44 BHO sowie �� 48 bis 49a Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG), soweit nicht in diesen F�rderrichtlinien Abweichungen zugelassen sind.

7.3 Besondere Hinweise f�r Fachhochschulen

Sind Fachhochschulen im Rahmen dieses Auswahlverfahrens in den Verbundprojekten erfolgreich, besteht f�r sie die M�glichkeit einer zus�tzlichen F�rderung. Hierf�r kann ein Antrag f�r ein weiteres Forschungsprojekt in der BMBF-F�rderlinie "Forschungsprofil in den Neuen Technologien" (ProfilNT) gestellt werden. Der zweite separate F�rderantrag muss mit dem Projektthema des Verbundprojekts in Zusammenhang stehen, jedoch weitergehende oder neue FuE-Fragestellungen betreffen. Arbeitspl�ne/Forschungsleistungen und Personalplanungen in beiden Antr�gen d�rfen sich nicht �berschneiden.
Die Begutachtung und F�rderentscheidung im Rahmen der F�rderlinie "ProfilNT" erfolgt in einem gesonderten Auswahlverfahren. Mit der Administration der F�rderline "ProfilNT" hat das BMBF die "AiF Forschung . Technik . Kommunikation GmbH" (AiF F.T.K GmbH) als Projekttr�ger beauftragt. Weitere Informationen (Rechtsgrundlage, Zuwendungsvoraussetzungen, Hinweise zur Antragstellung, Ansprechpartner etc.) erhalten Sie unter www.bmbf.de/de/1956.php.